Wegweiser für die WEG-Verwaltungs-Suche

Der Verein “Wohnen im Eigentum” weist auf seinen neuen kostenlosen „Wegweiser für die WEG-Verwaltungs-Suche“ hin, der Ihnen in zwölf konkreten Schritten aufzeigt, wie Sie bzw. Ihre Beiräte vorgehen können, um eine passende, qualifizierte und engagierte WEG-Verwaltung zu finden.

Wenn Wohnungseigentümer auf die Suche nach einer neuen Verwaltung gehen, wissen sie oft nicht, wie sie dies professionell und sachdienlich angehen können und welche Prüfkriterien sie der Auswahl zugrunde legen sollen.

Als Orientierungshilfe hat Wohnen im Eigentum e.V. (WiE) jetzt einen Wegweiser zusammengestellt, der Sie Schritt für Schritt zu einer passenden WEG-Verwaltung führen wird. Empfohlen wird auch ein Qualifikations-Check bei der Verwaltersuche, denn bislang kann jeder, völlig ohne Fach- und Vorkenntnisse, eine WEG-Verwaltung übernehmen.

Fakt ist: Auf Recht und Gesetz können Sie sich (noch?) nicht verlassen. Zwar liegt jetzt ein Gesetzentwurf vor – für Berufszugangsregelungen hat sich Wohnen im Eigentum e.V. (WiE) jahrelang eingesetzt -, der ab November 2016 im Bundestag beraten wird. Wer gewerbsmäßig als WEG-Verwalter/in tätig sein will, bedarf danach künftig der Erlaubnis des zuständigen Gewerbeamtes. Er/Sie wird Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse, seine Sachkunde und eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung nachweisen müssen. So wird es in der Gewerbeordnung stehen, sobald das Gesetz verabschiedet ist. Die vollständige Umsetzung wird allerdings 2-3 Jahre auf sich warten lassen. Außerdem gibt es im Gesetz noch Ausnahmen, zum Beispiel eine Bestandsschutzregelung für langjährige Verwalter.

Um so wichtiger bleibt weiterhin der Qualifikations-Check, den jede WEG vor Bestellung des Verwalters durchführen sollte. Nutzen Sie dafür als Einstieg und Planungshilfe den Wegweiser von WiE.

Wie müssen Wohnungseigentümer/innen vorgehen, um eine passende WEG-Verwaltung zu suchen und zu finden? Welche Prüfkriterien sollten sie der Auswahl zugrunde legen? Wie kann ein Qualifikations-Check durchgeführt werden? Diese und weitere Fragen stellen sich Verwaltungsbeiräte und WEGs, wenn sie auf die Suche nach einer neuen Verwaltung gehen. Und auf diese Fragen bietet Wohnen im Eigentum e.V. (WiE) erste Antworten mit einem neuen „Wegweiser für die WEG-Verwaltungs-Suche!“

„Der allererste Tipp lautet: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Recherche, Auswahl und Entscheidung. Planen Sie – wenn möglich – ein halbes, besser ein ganzes Jahr Vorlauf vom Suchbeginn bis zur Verwalterbestellung ein.“ empfiehlt Gabriele Heinrich, Geschäftsführerin des Verbraucherschutzverbandes Wohnen im Eigentum e.V. (WiE). Denn Verwalterinnen und Verwalter haben ein sehr wichtiges Amt und viel Verantwortung. Trifft die WEG eine “schlechte” Wahl, wird sie viele Probleme haben und ggf. auch Verluste hinnehmen müssen. Will sie die Verwaltung dann vorzeitig wieder abberufen, geht dies nur mit einem Mehrheitsbeschluss der Eigentümerversammlung. Außerdem ist eine vorzeitige Abberufung in der Regel nur aus wichtigem Grund möglich und es besteht die Gefahr, dass die Verwaltung gegen die Abberufung klagen wird, was noch einmal Geld, Zeit und Nerven kostet. „Um späteren Ärger möglichst zu vermeiden, ist es besser, im Vorfeld mehr Zeit in die Verwaltersuche und -auswahl zu investieren.“ so Heinrich.

Hier der Weg zum kostenlosen Wegweiser, der Sie Schritt für Schritt zur passenden WEG-Verwaltung führen wird.

Quelle: Newsletter “Wohnen im Eigentum” vom 16.11.2016

Anmerkungen:
Obigen Aussagen kann ich nur uneingeschränkt beipflichten. Von Verwaltern und Verwalterinnen, die überaus zweifelhaft ihre Aufgabe wahrnehmen und sich um ihre Vermögensbetreuungs- und Neutralitätspflicht wenig bis gar nicht scheren kann ich selbst einige Geschichten erzählen. Sehr verstörend ist, dass es sich wohl nicht um seltene Einzelfälle handelt, sondern um ein doch recht häufig auftretendes Phänomen in der Branche, dem im Nachhinein kaum beizukommen ist. Und wer bereits – wie ich – die Abberufung eines Verwalters gegen die Mehrheit der Wohnungseigentümer gerichtlich durchsetzen musste, weiß, wieviel Schaden eine einzige Person als Verwalter einer Immobilie anrichten kann und wie schwierig und zermürbend die Durchsetzung der Abberufung vor Gericht ist, nicht zuletzt wegen der fragwürdigen Entscheidungen, die dort teilweise getroffen werden. Einige solcher Entscheidungen und die dazugehörigen Geschehnisse werden demnächst hier veröffentlicht werden. Einen etwas in die Jahre gekommenen Text, der leider immer noch zutrifft, finden Sie bei Interesse hier.

Martina Oswald

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