2012: Mittel für soziale Wohnraumförderung in NRW

850 Millionen Euro stellt die Landesregierung 2012 als zinsverbilligte Darlehen für die soziale Wohnraumförderung zur Verfügung, 50 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Schwerpunkte sind der Bau von Mietwohnungen für einkommensschwache Haushalte gerade in den wachsenden Regionen der Rheinschiene und die energetische Gebäudesanierung.

Für den Neubau von bezahlbaren Mietwohnungen sind 450 Millionen Euro eingeplant. „Die Nachfrage nach Fördermitteln für den Mietwohnungsbau ist hoch. Deshalb haben wir an dieser Stelle 50 Millionen Euro aufgesattelt”, sagte Bauminister Harry K. Voigtsberger am Donnerstag in Düsseldorf.

Bild: © TommyS/pixelio

200 Millionen Euro sind für Investitionen in bestehenden Wohnraum vorgesehen, vor allem für die energetische Sanierung. „Gerade bei der energieeffizienten Modernisierung sind attraktive Angebote und niedrige Hürden notwendig, um die Eigentümer für eine Investition in den Klimaschutz zu motivieren. Daher haben wir die Förderkonditionen optimiert”, erklärte Voigtsberger. So werden ab 2012 erstmals auch Einzelmaßnahmen wie der Austausch von Fenstern oder Heizungen oder die Dämmung von Fassaden oder Dächern gefördert. „Einzeleigentümer und Wohnungsunternehmen haben damit mehr Spielraum, wirtschaftlich tragfähige Investitionen vorzunehmen. Denn vor allem gilt: Die Mieten müssen auch nach der energetischen Optimierung für Haushalte mit kleinem Einkommen tragbar sein”, betonte der Minister. Familien mit geringen Einkommen können zinsgünstige Darlehen für den Erwerb von Bestandsimmobilien erhalten, die bereits eine gute energetische Ausstattung aufweisen oder Energie einsparend saniert werden.

Für den Neubau von Eigenheimen für Familien stehen ebenfalls 200 Millionen Euro bereit. „Angesichts der historisch niedrigen Zinskonditionen können wir die Eigentumsförderung auf dem Niveau des Vorjahres beibehalten”, so Voigtsberger.

Im Jahr 2011 hat das Land knapp 11.000 Wohnungen gefördert, davon 4.775 Mietwohnungen und 2.189 Eigenheime als Neubauten, 3.307 Bestandsimmobilien (Sanierung und Eigenheimerwerb) und 652 Wohnheimplätze. (19.01.2012)

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr vom19.01.2012

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