Jahresabrechnung

D ie Jahresabrechnung ist die jeweils auf ein Kalenderjahr bezogene, turnusmäßige Rechnungslegung des Verwalters über die von ihm verwal­te­ten gemeinschaftlichen Gelder.[1]

Sie dient der Feststellung, wie Einnahmen und Ausgaben zwischen den Wohnungseigentümern verteilt werden.[2]

Der Verwalter erfüllt daneben die ihn aus § 666 BGB treffende Rechenschafts­pflicht[3].

Der Verwalter hat die Jahresabrechnung schriftlich auszustellen und der Wohnungseigentümergemeinschaft in einer Versammlung zur Be­schlussfassung vorzulegen.

Die Jahresabrechnung dient den Wohnungs­eigen­tümern als wesentliche Grundlage der Kontrolle der Wirtschafts­füh­rung des Verwalters[4], und zwar sowohl in rechnerischer Hinsicht wie auch unter den Gesichtspunkten der Rechtmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweck­mäßigkeit.

Die Fälligkeit der Abrechnung steht nicht im Belieben des Verwalters, son­dern tritt nach Ablauf des Kalenderjahres nach einer ange­messenen Frist, spätestens nach sechs Monaten ein.[5]

Die Abrechnung ist auch Grundlage der Betriebskostenabrechnung der vermietenden Woh­nungs­eigentümer.[6]


[1] KG WE 1990, 209; OLG Hamm OLGZ 1975, 157

[2] KG NJW-RR 1992, 845; OLG Hamm NZM 1998, 923f; Staudinger/Bub § 28 Rn 13

[3] Niedenführ in Niedenführ/Kümmel/Vandenhouten, WEG 8. Aufl., § 28 Rn. 43

[4] KG OLGZ 1994, 141, 145

[5] Pfälzisches OLG Zweibrücken vom 11.05.2007 – 3 W 153/06 m.w.N.

[6] OLG Düsseldorf NZM 2001, 48

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